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Von starren Kugeln zu wirbelnden Wolken – Atommodelle im Überblick

Entdecke das Kern-Hülle-Modell von Rutherford und versteh, wie Atome strukturiert sind! Lerne, wie sich die negativen Elektronen um den positiven Atomkern gruppieren und wie dieses Modell uns hilft, chemische Bindungen zu erklären. Bereit, tief in die Welt der Atome einzutauchen? Lese weiter und teste dein Wissen mit den folgenden Übungsaufgaben!

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Von starren Kugeln zu wirbelnden Wolken – Atommodelle im Überblick
lernst du in der Sekundarstufe 2. Klasse - 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Von starren Kugeln zu wirbelnden Wolken – Atommodelle im Überblick

Das Kern-Hülle-Modell der Atome in der Chemie

Wie lässt sich die kovalente Bindung mit dem Atommodell erklären? Welches Modell hat Rutherford entwickelt? Im folgenden Text werden genau diese Fragen beantwortet.

Was besagt das Kern-Hülle-Modell von Rutherford?

Der Physiker Ernest Rutherford entwickelte das Kern-Hülle-Modell (Rutherford-Atommodell). Der Atomaufbau kennzeichnet sich dabei so: Ein Atom besteht aus den negativen Elektronen und den positiven Protonen. Einfach erklärt besagt das Kern-Hülle-Modell nach Rutherford, dass ein Atom aus einer Atomhülle und einem Atomkern besteht. In der folgenden Abbildung kannst du dir ansehen, wie sich Rutherford das Kern-Hülle-Modell vorgestellt hat:

Aufbau Kern-Hülle-Modell Rutherford

Mit dem Rutherford-Atommodell lässt sich die Entstehung chemischer Bindungen gut erklären.

Wie entwickelte Ernest Rutherford das Kern-Hülle-Modell?

Der Physiker Rutherford experimentierte mit einer Goldfolie im Jahr 1910. Doch wie kam Rutherford zu seinen Erkenntnissen? Bei dem Streuversuch schoss Rutherford $\alpha$-Teilchen auf eine sehr dünne Goldfolie. Diese $\alpha$-Teilchen sind zweifach positiv geladen und sehr klein. Die meisten der $\alpha$-Teilchen flogen direkt durch die Goldfolie hindurch. Das stimmte mit dem bis dahin geltenden Thomson-Atommodell überein. Doch einige $\alpha$-Teilchen wurden reflektiert und abgelenkt. Das konnte wiederum nicht mit dem Thomson-Modell erklärt werden. So entwickelte Rutherford ein neues Atommodell: das Kern-Hülle-Modell.

Die Bedeutung des neuen Modells: Das Kern-Hülle-Modell hatte eine riesengroße Bedeutung für das Verständnis der chemischen Bindung. Man wollte immer gerne wissen, wie Atome zusammengehalten werden. Die verschiedenen Bindungsarten konnten mit diesem Modell gut erklärt werden.

Kern-Hülle-Modell Aufbau – Atomkern und Atomhülle

Im Folgenden wird das Kern-Hülle-Modell beschrieben. Nach Rutherford besteht ein Atom aus einem Atomkern und einer Atomhülle, die fast leer ist. Der Atomkern ist elektrisch positiv geladen. In der Atomhülle sind negativ geladene Elektronen, die schnell um den Atomkern kreisen. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit der Elektronen nahm Rutherford an, dass die Elektronen nicht in den positiven Atomkern stürzen.

Nehmen wir einmal an, der Atomkern hätte die Größe einer Murmel. Dann hätte die Atomhülle die Ausmaße eines Fußballfelds. Die Masse eines Atoms ist im Atomkern konzentriert, dabei ist die Masse eines Protons 1 836-mal größer als die Masse eines Elektrons. Wie wir heute wissen, befinden sich im Kern auch noch Neutronen. Ein Neutron ist dabei noch etwas schwerer – es ist 1 839-mal schwerer als ein Elektron. Die Elektronen bewegen sich um den Atomkern. Dabei ist ihre Geschwindigkeit sehr, sehr groß.

Was sind Elektronen, Neutronen und Protonen?

Die Eigenschaften der Teilchen im Atom kannst du dir in der folgenden Tabelle ansehen:

Elektron
  • Negativ geladene Teilchen
  • Sie befinden sich in der Atomhülle.
  • Proton
  • Positiv geladene Teilchen
  • Sie befinden sich dicht gepackt im Atomkern.
  • In der Regel liegen genauso viele Protonen wie Elektronen vor.
  • Die Protonen stoßen sich aufgrund der Neutronen nicht ab.
  • Neutron
  • Neutrale Teilchen
  • Sie befinden sich im Atomkern zwischen den Protonen.
  • Sie verhindern die Abstoßung der Protonen.
  • Was sind Elektronen?

    Elektronen sind negativ geladene Teilchen. Die Elektronen bewegen sich auf Kreisbahnen in der Atomhülle immer wieder um den Atomkern. Du kannst dir das wie bei unserem Sonnensystem vorstellen: Dort bewegen sich die Planten auch auf Kreisbahnen um die Sonne.

    Was sind Protonen?

    Protonen sind positiv geladene Teilchen und befinden sich ganz dicht gepackt im Atomkern. Dabei liegen genauso viele Protonen wie Elektronen in einem Atom vor. Aber Moment mal: Würden sich nicht eigentlich zwei positive Ladungen voneinander abstoßen, wenn sie sich zu nahe kommen? Im Atomkern stoßen sich die Protonen aber nicht ab. Wie kommt es dazu? Das liegt daran, dass sich im Atomkern auch die Neutronen befinden. Diese haben keine Ladung. Deswegen stoßen sich die Protonen nicht voneinander ab.

    Was sind Neutronen?

    Neutronen sind neutral geladene Teilchen. Sie befinden sich zwischen den Protonen und verhindern so eine Abstoßung der Protonen.

    Eine Ausnahme gibt es: Das Wasserstoffatom besitzt keine Neutronen, weil es nur ein Proton besitzt. Es kann beim Wasserstoffatom im Atomkern also zu keiner Abstoßung kommen, sodass auch keine Neutronen notwendig sind.

    Was kann das Kern-Hülle-Modell nicht erklären?

    Was sind die Grenzen des Kern-Hülle-Modells? Die Stabilität des Atoms kann mit dem Kern-Hülle-Modell nach Rutherford nicht erklärt werden. Das Modell erklärt nicht, wie sich die Elektronen in der Atomhülle verhalten und warum die Elektronen zum Beispiel nicht einfach vom positiven Atomkern angezogen werden und somit in den Kern stürzen.
    Bewegen sich die Elektronen auf kreisförmigen oder elliptischen Bahnen um den Atomkern, dann treten Radialbeschleunigungen auf. Beschleunigte Elektronen senden somit elektromagnetische Wellen aus und müssten nach dem Energieerhaltungssatz Energie verlieren und damit allmählich in den Atomkern stürzen. Das machen sie aber nicht.
    Außerdem war bekannt, dass jedes Element charakteristische Spektrallinien aussendet. Die Entstehung dieser Spektrallinien konnte jedoch mit dem rutherfordschen Atommodell nicht gedeutet werden.

    Es war bald klar, dass mit dem rutherfordschen Atommodell nicht alle Fragen beantwortet werden konnten. Im Jahr 1913 entwickelte Niels Bohr für das Wasserstoffatom ein Kern-Hülle-Modell (bohrsches Atommodell), bei dem sich die Elektronen auf festen Kreisbahnen um den Atomkern bewegen. Dieses sogenannte Schalenmodell stellte also eine Weiterentwicklung des Kern-Hülle-Modells von Rutherford dar.

    Kugelwolkenmodell und Orbitalmodell

    Eine Erweiterung des bohrschen Schalenmodells ist das Kugelwolkenmodell. Hierbei wird berücksichtigt, dass Elektronen nicht als feste, punktförmige Teilchen anzusehen sind, sondern auch Eigenschaften einer Welle haben – ihr genauer Aufenthaltsort (und damit die Ladungsverteilung) kann nicht exakt bestimmt werden, sondern nur mit einer Aufenthaltswahrscheinlichkeit in einem bestimmten Bereich – einer kugelförmigen Wolke – angegeben werden.
    Das Kugelwolkenmodell ist vor allem hilfreich, um die Atombindung, also die kovalente Bindung zu verdeutlichen, die durch die Außenelektronen von zwei oder mehr Atomen gebildet wird.
    Im modernen Orbitalmodell werden die kugelförmigen Wolken noch weiter spezifiziert und als Orbitale bezeichnet. Diese können unterschiedliche Formen haben und sind mit bestimmten Energiezuständen verknüpft. Mit unterschiedlichen Orbitalen können die räumlichen Aufenthaltswahrscheinlichkeiten und Energieniveaus aller Elektronen in der Atomhülle eines Atoms – oder auch in einem Molekül – abgebildet werden.
    Im Orbitalmodell (und im Kugelwolkenmodell) spricht man nicht mehr von festen Bahnen oder Schalen, sondern von einer Überlagerung von Elektronenwolken, die den Atomkern (oder mehrere Atome) umgeben.

    Die Elektronenwolke

    Die Elektronenwolke dient der bildlichen Vorstellung des Aufenthaltsraums von zwei Elektronen und bezieht sich auf das Kugelwolkenmodell. Die Vorstellung ähnelt dem bohrschen Atommodell mit seinen Elektronenschalen, die um den Kern angeordnet sind. Diese werden nun durch kugelförmige Elektronenwolken besetzt, in die maximal zwei Elektronen passen.
    Mit wachsender Entfernung zum Atomkern passen immer mehr Elektronenwolken auf eine Schale. Die Anzahl der Elektronen, die auf die $n$-te Schale passen, berechnet sich nach der Formel $2\,n^{2}$.
    Jede Elektronenwolke wird aufgrund der gegenseitigen Abstoßung der Elektronen zunächst einzeln besetzt und erst dann paarweise. Wie viele Elektronenwolken auf eine Schale passen, hängt von der Größe der Schale und damit von der Entfernung zum Atomkern ab.
    Eine genauere Vorstellung der tatsächlichen Form und Anordnung der Elektronenwolken um ein Atom liefert das Orbitalmodell. Kugelwolkenmodell und Orbitalmodell eignen sich zur Erklärung von Atombindungen und der Molekülstruktur bzw. dem Molekülbau.
    Sie liefern eine detailliertere Beschreibung der Atomhülle, stellen also eine Erweiterung und keinen Widerspruch zum Kern-Hülle-Modell dar.

    Zusammenfassung des Kern-Hülle-Modells

    • Das Kern-Hülle-Modell ist im Wesentlichen das Atommodell nach Rutherford: Ein Atom besteht demnach aus einem Atomkern und einer Atomhülle.
    • Vorläufer des Kern-Hülle-Modells sind die Dalton'sche Atomhypothese und das Rosinenkuchenmodell von Thomson.
    • Das Bohr'sche Schalenmodell stellt eine Erweiterung des Kern-Hülle-Modells dar: Die Atomhülle wird dabei in Schalen eingeteilt.
    • Im modernen Orbitalmodell werden die Schalen noch weiter in Orbitale unterteilt. Die Form dieser Orbitale bildet die räumliche Aufenthaltswahrscheinlichkeit der Elektronen in der Atomhülle ab.
    • Im Orbitalmodell spricht man nicht mehr von festen Bahnen (oder Schalen), sondern von einer Elektronenwolke, die den Atomkern umgibt.
    Teste dein Wissen zum Thema Kern-Hülle-Modell!

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    Transkript Von starren Kugeln zu wirbelnden Wolken – Atommodelle im Überblick

    Mit der Suche nach der "unumstößlichen Wahrheit" ist es so eine Sache. Selbst in der Wissenschaft halten die Gewissheiten immer nur bis zur nächsten großen Entdeckung. Ein schönes Beispiel dafür ist die Entwicklung unseres Wissens über die Atome. Wie sich unsere Vorstellung "von starren Kugeln zu wirbelnden Wolken" entwickelt hat, wollen wir in diesem Video nachvollziehen und dabei einen Überblick über die wichtigsten "Atommodelle" zusammenstellen. Los ging alles in der Antike mit den Philosophen "Leukipp" und "Demokrit", die den GRUNDGEDANKEN als erste ausformulierten: Wenn man Materie immer weiter zerteilt und zerkleinert, muss man irgendwann bei "kleinsten Teilchen" landen, die nicht weiter teilbar, auf altgriechisch "átomos", sind. Wie diese "Atome" aber genau aussehen und ob es sie wirklich gibt, das konnte lange, SEHR lange, niemand sagen – sind ja so winzig, die Dinger! Erst über zweitausend Jahre später griff der Chemiker John Dalton die Idee wieder auf – als Modellvorstellung. Sein Modell vereinigt vier "Hypothesen" (also "Annahmen") und wird deshalb auch als "Dalton'sche Atomhypothese" bezeichnet. Erstens: Jegliche Materie besteht aus kleinen, kugelförmigen Teilchen, den Atomen. Zweitens: Atome sind unteilbar und damit auch unzerstörbar. Gut, so weit waren auch schon die "Alten Griechen". Aber jetzt drittens: Die Atome eines chemischen ELEMENTS sind alle gleich groß und gleich schwer, während sich die Atome VERSCHIEDENER Elemente in Größe und Masse unterscheiden. Es gibt also verschiedene "Atomsorten". Und viertens: Atome können sich chemisch verbinden und auch wieder trennen. Man spricht dann von "Molekülen". So entsteht ein neuer "Stoff" aus den Atomen verschiedener Elemente – eine chemische Verbindung. Und woher wusste Dalton das alles? Nun, der Begriff "Hypothese" drückt aus, dass er es eben NICHT wusste, sondern ANNAHM. Aber nicht einfach so, sondern weil damit ein paar wichtige Beobachtungen erklärt werden konnten. Nämlich, dass in einer chemischen Verbindung die Bestandteile immer im gleichen, GANZZAHLIGEN Verhältnis vorliegen; zum Beispiel die Elemente "Wasserstoff" und "Sauerstoff" bei WASSER im Verhältnis "zwei zu eins". Außerdem, dass die GESAMTMASSE der Stoffe (also letztlich die der Atome), vor und nach einer chemischen Reaktion stets gleich bleibt. Das passte! Aber einhundert Jahre später passte einiges dann doch nicht mehr so gut. Der Physiker "Joseph John Thomson" konnte nachweisen, dass aus ungeladener Materie "elektrisch negative Ladungsträger" herausgelöst werden können – er entdeckte die Elektronen. Damit sind Atome also keineswegs "unteilbar", sonst könnten die Elektronen ja nicht aus ihnen herauskommen. Thomson formulierte daraufhin eine einfache Weiterentwicklung von Daltons Kugeln: Ihmzufolge sind die Elektronen in den Atomen wie in eine weiche, positiv geladene Masse eingebettet. Das Atom ist nach außen "elektrisch neutral", da die Ladungen sich ausgleichen. Aber die Elektronen können eben auch "herausgelöst" werden, wie getrocknete Früchte in einem Kuchen! Daher die Bezeichnungen "Rosinenkuchenmodell" oder, im englischen Original, "plum pudding model". Diese Vorstellung hielt sich allerdings nur kurz – und das lag nicht an dem albernen Namen. Sondern an "Ernest Rutherford", einem Schüler von Thomson. Der machte in seinem berühmten "Streuversuch" eine verblüffende Entdeckung. Eine dünne Goldfolie wurde dabei mit "Helium-Ionen" beschossen. In seltenen Fällen trat eine starke RÜCKSTREUUNG der Ionen auf. Das ließ darauf schließen, dass nahezu die GESAMTE Masse der einzelnen "Goldatome" auf sehr kleinem Raum konzentriert sein muss – die Entdeckung des Atomkerns. Daraufhin konnte das "Kern-Hülle-Modell" formuliert werden: Der massereiche AtomKERN ist positiv geladen, während die fast masselosen, aber negativ geladenen "Elektronen" in der ansonsten völlig leeren AtomHÜLLE um den Kern kreisen. Später fand man heraus, dass der Kern aus positiven "Protonen" und neutralen (also ungeladenen) "Neutronen" zusammengesetzt ist, die ungefähr massegleich sind. Seither gilt der Atomaufbau aus "Elementarteilchen" als erwiesen. Bleibt aber noch die Frage, wie genau sich die Elektronen um den Kern bewegen. Wegen der elektrostatischen Anziehung müssten sie doch eigentlich zum Kern HINgezogen werden! Der dänische Physiker "Niels Bohr" versuchte, das Problem mit seinen POSTULATEN zu lösen. Diese besagen im Wesentlichen, dass sich Elektronen auf festgelegten BAHNEN um den Kern bewegen, auf denen sie sich in einem "energetisch stabilen Zustand" befinden (ähnlich wie die Planeten im Sonnensystem). Dabei sind allerdings nur ganz bestimmte Abstände erlaubt! Zwischen diesen "Energiezuständen" können die Elektronen hin- und her- oder sogar ganz aus dem Atom HERAUSspringen – ein "Quantensprung"! Der Begriff "Postulate" bedeutet allerdings, dass diese stabilen Energiezustände nicht bewiesen sind, sondern NOTWENDIGERWEISE existieren müssen, um das Verhalten der Elektronen erklären zu können. In der Chemie sind die Bahnen aber sehr wichtig. Sie werden SCHALEN genannt und mit Buchstaben bezeichnet. Bohrs "Schalenmodell" zeigt an, wie bei größeren Atomkernen die Hülle nach und nach mit mehr Elektronen besetzt wird. Das deckt sich mit der Einteilung der Elemente in "Perioden" und "Gruppen" im Periodensystem, und erklärt auch die unterschiedlichen Größen der Atome: mehr Elektronen – mehr besetzte Schalen. Um der "Wahrheit" aber noch einen Schritt näher zu kommen, wird in moderneren Modellen berücksichtigt, dass Elektronen nicht nur "Teilchen" sind, sondern auch "Wellencharakter" haben. Das bedeutet, dass sie verschiedene "Schwingungszustände" einnehmen können, wobei ihr genauer Aufenthaltsort jedoch unmöglich (und zwar wirklich "physikalisch unmöglich") exakt bestimmt werden kann. In der Chemie sprechen wir davon, dass sich Elektronen mit einer gewissen "Aufenthaltswahrscheinlichkeit" in bestimmten Bereichen, den sogenannten ORBITALEN, in der Atomhülle aufhalten. Das kannst du dir wie Wassertröpfchen in einer wirbelnden Gewitterwolke vorstellen: Wir erkennen sie erst, wenn sie uns erreichen. Puh! Fassen wir zusammen: Die Vorstellung, dass Materie aus "Atomen" zusammengesetzt ist, besteht schon seit der Antike, aber erst im "neunzehnten" und "zwanzigsten" Jahrhundert wurden durch Experimente und neue Erkenntnisse entscheidende Fortschritte gemacht. Die Atommodelle von Dalton, Thomson, Rutherford und Bohr berücksichtigten jeweils neue Aspekte, die den Weg zum heutigen "Orbitalmodell" mit schwingenden Elementarteilchen bereiteten. Was werden wohl die Chemiker und Physikerinnen im ZWEIUNDZWANZIGSTEN Jahrhundert über unsere Wahrheiten denken? Schreib deine Vorstellungen gerne in die Kommentare – und vielleicht erlebst du's ja auch noch selbst?

    6 Kommentare
    1. supi

      Von wert, vor 2 Monaten
    2. wahrscheinlich werden die sich voll über uns lustig machen 🤣🤣🤣

      Von Minne, vor 4 Monaten
    3. Super erklärt 🗿🤫🧏

      Von Milchkuh, vor 11 Monaten
    4. Tolles Video! 😊

      Von Daniela, vor 12 Monaten
    5. Danke! Das Video rettet mich für den Test in zwei Tagen!

      Von Leni, vor mehr als einem Jahr
    Mehr Kommentare

    Von starren Kugeln zu wirbelnden Wolken – Atommodelle im Überblick Übung

    Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Von starren Kugeln zu wirbelnden Wolken – Atommodelle im Überblick kannst du es wiederholen und üben.
    • Stelle die geschichtliche Entwicklung zum heutigen Atommodell dar.

      Tipps

      Das Orbitalmodell basiert unter anderem auf dem Schalenmodell.

      Lösung

      Die Vorstellung, dass Materie aus Atomen zusammengesetzt ist, besteht schon seit der Antike, als die Philosophen Demokrit und Leukipp als erste den Grundgedanken ausformulierten:
      Wenn man Materie immer weiter zerteilt und zerkleinert, dann muss man irgendwann bei kleinsten Teilchen landen, die nicht weiter teilbar sind. Wie diese Atome aber genau aussehen und ob es sie wirklich gibt, das konnte lange niemand sagen.

      Im 19. und 20. Jahrhundert wurden durch Experimente und Berechnungen neue Erkenntnisse gewonnen und entscheidende Fortschritte gemacht, die zu den folgenden Modellen führten:

      • 1808: Dalton’sche Atomhypothese von John Dalton
      • 1903: Rosinenkuchenmodell von Joseph John Thomson
      • 1911: Kern-Hülle-Modell von Ernest Rutherford
      • 1913: Schalenmodell von Niels Bohr
      • ab 1923: Orbitalmodell, das auf allen vorherigen Modellen basiert und zusätzlich einige Erkenntnisse der Quantenmechanik berücksichtigt

    • Begründe, wieso es bis heute immer wieder neue Modelle zur Atomvorstellung gibt.

      Tipps

      Es gibt zwei richtige Antworten.

      Lösung

      Du kennst sicherlich ein Modell einer Eisenbahn. Dieses Modell zeigt dir, wie eine Eisenbahn aufgebaut ist und wie sie funktioniert. Es hilft uns, die Grundprinzipien dieses Verkehrsmittels zu verstehen. Doch trotz aller Genauigkeit zeigt dieses Modell nicht die Realität: Es ermöglicht uns nicht, tatsächlich in einen Zug zu steigen und zu reisen. Ähnlich verhält es sich in der Welt der Chemie.

      Modelle im Bereich des Atomaufbaus dienen dazu, die komplexe Wirklichkeit zu vereinfachen und zu veranschaulichen. Sie helfen uns, die grundlegenden Strukturen und Eigenschaften von Atomen zu begreifen. Aber wie das Eisenbahnmodell zeigen auch chemische Modelle nicht die Realität, sondern vereinfachte Darstellungen, die für bestimmte Zwecke geeignet sind. Für die schulische Chemie kann beispielsweise das Schalenmodell ausreichen, da es bestimmte Grundkonzepte vermittelt.

      Durch Experimente und Berechnungen gewinnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ständig neue Erkenntnisse, die zu neuen Modellen führen.

    • Gib das Atommodell nach John Dalton wieder.

      Tipps

      Der Begriff „átomos“ kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „unteilbar“.

      Ein Wasserstoffatom ist kleiner und leichter als ein Sauerstoffatom.

      Lösung

      Über 2 000 Jahre nach der ersten Atomvorstellung nach Leukipp und Demokrit griff der Chemiker John Dalton die Idee wieder auf – als Modellvorstellung:

      Laut Dalton bestehe jegliche Materie aus kleinen, kugelförmigen Teilchen. Sie heißen Atome. Diese sind unteilbar und damit auch unzerstörbar.

      Die Atome eines chemischen Elements sind alle gleich groß und gleich schwer, während sich die Atome verschiedener Elemente in Größe und Masse unterscheiden. Es gibt also verschiedene Atomsorten.

      Atome können sich chemisch verbinden und auch wieder trennen. Man spricht dann von Molekülen. So entsteht ein neuer Stoff aus den Atomen verschiedener Elemente: eine chemische Verbindung.

      Mit seinen Annahmen konnte Dalton einige wichtige Beobachtungen erklären, zum Beispiel dass in einer chemischen Verbindung die Bestandteile immer im gleichen, ganzzahligen Verhältnis vorliegen. Außerdem konnte er erklären, dass die Gesamtmasse der Stoffe vor und nach einer chemischen Reaktion stets gleich bleibt.

    • Charakterisiere die verschiedenen Atommodelle.

      Tipps

      Jedem Atommodell werden eine Annahme sowie ein Wissenschaftler zugeordnet.

      Ein anderer Begriff für „Schalen“ ist „Bahnen“.

      Lösung

      Die Vorstellung, dass Materie aus Atomen zusammengesetzt ist, besteht schon seit der Antike. Aber erst im 19. und 20. Jahrhundert wurden durch Experimente und Berechnungen neue Erkenntnisse gewonnen und entscheidende Fortschritte gemacht.

      $\underline{\text{Rosinenkuchenmodell (1903)}}$

      • Der Physiker Joseph John Thomson konnte nachweisen, dass aus ungeladener Materie elektrisch negative Ladungsträger herausgelöst werden können – er entdeckte die Elektronen.
      • Ihm zufolge sind die Elektronen in den Atomen wie in eine weiche, positiv geladene Masse eingebettet.
      • Das Atom ist nach außen elektrisch neutral, da die Ladungen sich ausgleichen. Aber die Elektronen können eben auch herausgelöst werden.

      $\underline{\text{Kern-Hülle-Modell (1911)}}$
      • Ein Schüler von Thomson, Ernest Rutherford, beschoss in seinem berühmten Streuversuch eine dünne Goldfolie mit Helium-Ionen.
      • Da in seltenen Fällen eine starke Rückstreuung der Ionen auftrat, ging er davon aus, dass nahezu die gesamte Masse der einzelnen Goldatome auf sehr kleinem Raum konzentriert sein muss. Er entdeckte den Atomkern.
      • Die fast masselosen, aber negativ geladenen Elektronen kreisen in der ansonsten völlig leeren Atomhülle um den Kern.

      $\underline{\text{Schalenmodell (1913)}}$
      • Der dänische Physiker Niels Bohr ging der Frage nach, wie genau sich die Elektronen um den Kern herum bewegen.
      • Laut Bohr bewegen sich Elektronen auf festgelegten Bahnen um den Kern, auf denen sie sich in einem energetisch stabilen Zustand befinden.
      • Bohrs Schalenmodell deckt sich mit der Einteilung der Elemente in Perioden und Gruppen im Periodensystem und erklärt auch die unterschiedlichen Größen der Atome.

    • Benenne die Abbildungen der Atommodelle.

      Tipps

      Das Rosinenkuchenmodell heißt so, weil in dem Modell die Elektronen in eine positiv geladene Masse eingebettet sind: wie Rosinen in einem Kuchen.

      Das Kern-Hülle-Modell sagt aus, dass sich die Protonen und Neutronen im Atomkern sowie dass sich die Elektronen in der Atomhülle befinden.

      Lösung

      Die Vorstellung, dass Materie aus Atomen zusammengesetzt ist, besteht schon seit der Antike. Aber erst im 19. und 20. Jahrhundert wurden aus Experimenten und Berechnungen neue Erkenntnisse gewonnen und entscheidende Fortschritte gemacht, die zu den folgenden Modellen führten:

      • 1808: Dalton’sche Atomhypothese von John Dalton
      • 1903: Rosinenkuchenmodell von Joseph John Thomson
      • 1911: Kern-Hülle-Modell von Ernest Rutherford
      • 1913: Schalenmodell von Niels Bohr
      • ab 1923: Orbitalmodell, das auf allen vorherigen Modellen basiert und zusätzlich einige Erkenntnisse der Quantenmechanik berücksichtigt

    • Gib an, welche Aussagen das Orbitalmodell annimmt.

      Tipps

      Es gibt drei richtige Antworten.

      Lösung

      Die Vorstellung, dass Materie aus Atomen zusammengesetzt ist, besteht schon seit der Antike. Aber erst im 19. und 20. Jahrhundert wurden durch Experimente und Berechnungen neue Erkenntnisse gewonnen und entscheidende Fortschritte gemacht.

      Die Atommodelle von Dalton, Thomson, Rutherford und Bohr berücksichtigten jeweils neue Aspekte, die den Weg zum heutigen Orbitalmodell bereiteten. Zusätzlich berücksichtigt das Orbitalmodell einige Erkenntnisse der Quantenmechanik:

      • Elektronen sind nicht nur Teilchen, sondern haben auch Wellencharakter.
      • Das bedeutet, dass sie verschiedene Schwingungszustände einnehmen können.
      • Elektronen halten sich mit einer gewissen Aufenthaltswahrscheinlichkeit in bestimmten Bereichen auf. Ihr genauer Aufenthaltsort kann jedoch nicht exakt bestimmt werden kann.

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