Webern, Schönberg und die atonale Musik
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Lerntext zum Thema Webern, Schönberg und die atonale Musik
Einführung in die atonale Musik
In der Musik des 20. Jahrhunderts gibt es kaum ein spannenderes und kontroverseres Thema als die atonale Musik. Atonalität stellt eine Abkehr vom traditionellen tonalen System dar, das auf Dur- und Moll-Tonarten basiert. Stattdessen werden alle zwölf Töne der chromatischen Skala gleichberechtigt behandelt, was zu einer radikalen Veränderung der musikalischen Ausdrucksweise führt. Diese Art der Komposition wurde maßgeblich von der Zweiten Wiener Schule, insbesondere durch Arnold Schönberg, Anton Webern und Alban Berg, geprägt. Die atonale Musik spiegelt oft den Expressionismus wider, eine Bewegung, die in anderen Künsten, wie der Malerei und Literatur, ebenfalls bedeutend war. Sie versucht, emotionale Erfahrungen und innere Zustände ohne die traditionellen harmonischen Mittel zu vermitteln.
Atonale Musik ist eine Form der Musik, die keine feste Tonart oder ein tonales Zentrum hat. Sie verwendet alle zwölf Töne der chromatischen Skala gleichberechtigt und verzichtet auf traditionelle harmonische Strukturen.
Biografien von Schönberg und Webern
Betrachten wir im Folgenden die Biografien von zwei der bedeutendsten Komponisten der atonalen Musik.
Arnold Schönberg
- Geboren 1874 in Wien, gestorben 1951 in Los Angeles.
- Begründer der Zweiten Wiener Schule und Vorreiter der Zwölftonmusik.
- Entwickelte das Konzept der Klangfarbenmelodie.
- Wichtige Werke: Pierrot Lunaire, Verklärte Nacht, Gurrelieder.
Anton Webern
- Geboren 1883 in Wien, gestorben 1945 in Mittersill.
- Schüler von Schönberg und bedeutender Vertreter der Zwölftonmusik.
- Bekannt für seine extrem kurzen und konzentrierten Kompositionen.
- Wichtige Werke: Fünf Orchesterstücke, Symphonie op. 21, Variationen für Klavier.
Einfluss der Zweiten Wiener Schule
Die Zweite Wiener Schule war eine bedeutende Bewegung in der Musikgeschichte. Sie bestand hauptsächlich aus Arnold Schönberg und seinen Schülern Alban Berg und Anton Webern. Diese Komponisten brachen mit den konventionellen Regeln der Tonalität und entwickelten neue Kompositionsmethoden wie die Zwölftonmusik. Diese Technik, auch als Serialismus bekannt, ordnet den zwölf Tönen der chromatischen Tonleiter eine spezifische Reihenfolge zu, die als Grundlage für die gesamte Komposition dient. Die Zweite Wiener Schule beeinflusste nicht nur die klassische Musik, sondern auch die Entwicklung der Neuen Musik und andere moderne Musikstile.
Wusstest du schon?
Die Zwölftonmusik wurde von Arnold Schönberg entwickelt, um die Hörerwartungen zu destabilisieren und eine neue, gleichberechtigte Behandlung aller Töne zu ermöglichen.
Grundlagen der Zwölftonmusik
Die Zwölftonmusik ist ein System der Musikkomposition, bei dem alle zwölf Halbtonschritte der chromatischen Skala gleichwertig behandelt werden. Dies geschieht durch die Verwendung einer Zwölftonreihe, die als Grundstruktur für ein musikalisches Werk dient. Die Zwölftonreihe kann in verschiedenen Permutationen wie Umkehrungen oder Spiegelungen verwendet werden, aber jeder Ton muss einmal erklingen, bevor ein Ton wiederholt werden darf. Diese Technik wurde von Arnold Schönberg entwickelt und von seinen Schülern Webern und Berg weitergeführt.
Historischer Kontext der atonalen Musik
Die atonale Musik entstand in einer Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche und kultureller Veränderungen. Nach dem Ersten Weltkrieg suchten Künstler nach neuen Ausdrucksformen, die der Komplexität und Unsicherheit der modernen Welt gerecht wurden. In der Musik spiegelte sich dies in der Auflösung traditioneller harmonischer Strukturen wider. Die Werke der Zweiten Wiener Schule sind Ausdruck dieser Suche nach neuen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten und oft eng mit dem Expressionismus verbunden, einer Bewegung, die Emotionen und subjektive Erlebnisse in den Vordergrund stellt.
Einfluss auf die moderne Musik
Die atonale Musik hatte einen weitreichenden Einfluss auf die Entwicklung der Musik im 20. und 21. Jahrhundert. Sie legte den Grundstein für die Neue Musik und inspirierte Komponisten weltweit, neue Wege in der Musikkomposition zu gehen. Die Techniken der Zweiten Wiener Schule beeinflussten auch andere Musikrichtungen, wie den Jazz und die experimentelle Musik. Die Auseinandersetzung mit Atonalität und Zwölftonmusik führte zu einer neuen Musikästhetik, die die Grenzen der traditionellen Musik sprengte und neue Klangwelten eröffnete.
Zusammenfassung zum Thema Webern, Schönberg und die atonale Musik
- Atonale Musik verzichtet auf traditionelle harmonische Strukturen und behandelt alle zwölf Töne gleichwertig.
- Arnold Schönberg und Anton Webern waren führende Figuren der Zweiten Wiener Schule.
- Die Zwölftonmusik ist eine Technik, die auf einer festgelegten Reihenfolge der zwölf Töne basiert.
- Die atonale Musik beeinflusste die Entwicklung der Neuen Musik und moderne Musikstile entscheidend.
Häufig gestellte Fragen zu Webern, Schönberg und der atonalen Musik
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